Seehunde und Kegelrobben

Oooh! Sind die niedlich. Und so viele...
Diese oder ähnliche Aussprüche hört man meist auf den Ausflugsfahrten zu den Seehundbänken in der Elbmündung (Medemsand) oder den Sandbänken abseits vom Elbfahrwasser (Gelbsand).

Waren die Seehunde und Kegelrobben noch vor wenigen Jahrzehnten fast gar nicht mehr in der Nordsee anzutreffen, so haben sich die Bestände mittlerweile nicht nur erholt, sondern auch enorm vergrößert.

Insbesondere die Helgoländer Düne ist stark besiedelt von Seehunden und Kegelrobben, die sich auch im Sommer von den Urlaubern nur wenig beeindrucken lassen und friedlich in der Sonne liegen.

Seehunde sind die geborenen Taucher, die sich perfekt an das Leben im Wasser angepasst haben. In der vergleichsweise flachen Nordsee können sie zwar keine Tiefenrekorde aufstellen, dennoch bleiben sie bis zu 25 Minuten unter Wasser. Eine wirklich beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass sie bei den Tauchgängen auch noch auf Beutejagd gehen.

Die Tiere ernähren sich von Kleinkrebsen, Plattfischen, Schnecken, Muscheln und Tintenfischen, aber auch diverse Beuteorganismen finden sich im Speiseplan, je nach Vorkommen in den unterschiedlichen Lebensregionen, die meist an den Küsten und nicht zu kalten Inseln der nördlichen Halbkugel liegen.

Seehundmännchen werden 1,4 - 1,9 m lang und wiegen bis zu 140 kg, normalerweise aber unter 100 kg. Die Weibchen liegen mit 1,2 - 1,7 m Länge und 80 kg Gewicht deutlich darunter. Damit ist auch schon der ausgeprägteste Unterschied genannt.

Übrigens - bereits bei der kleinsten Störung geraten die Tiere unter Stress und flüchten in Richtung Wasser, so dass man sich ihnen maximal bis auf ca. 30 m nähern sollte.

Über 15.000 Seehunde leben inzwischen im gesamten Wattenmeer der Nordsee. Bis auf wenige Ausnahmen (wie die Helgoländer Düne) suchen sie sich abgelegene Plätze, um bei den notwendigen Ruhepausen ungestört zu bleiben.