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Abkommen über Wattrettung

Die Freie und Hansestadt Hamburg und die Stadt Cuxhaven haben ein neues Abkommen über den Rettungsdienst im Neuwerker Watt abgeschlossen, in dem u. a. eine Kostenbeteiligung Hamburgs vereinbart ist. Unterschrieben wurde es von Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und dem Leiter der Hamburger Feuerwehr Oberbranddirektor Klaus Maurer.

"Wattrettung ist eine wichtige Aufgabe, die wir seit Jahrzehnten rund um die Uhr 365 Tage jährlich vorhalten. Die Einsätze sind unter den Beteiligten bestens abgestimmt, damit im Notfall alles reibungslos funktioniert. Wir freuen uns, dass wir nun eine anteilige Kostenerstattung erhalten, zumal die Kosten stetig steigen.", erläutert Getsch. "Und Hamburg freut sich, dass Cuxhaven diese Aufgabe weiterhin wahrnimmt. Und dies schon seit Jahrzehnten als extrem verlässlicher Partner.", ergänzt Maurer. Vor der Kulisse des UNESCO Weltnaturerbes Wattenmeer konnte ein Teil der Fahrzeuge für Wattrettungseinsätze gemeinsam mit Angehörigen der Berufsfeuerwehr Cuxhaven, der Freiwilligen Feuerwehr Duhnen, der Nordseeheilbad GmbH (NC) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Augenschein genommen werden.

Die Stadt Cuxhaven nimmt den Rettungsdienst im Wattengebiet zwischen dem Festland und der Insel Neuwerk wahr. Der Weg nach Neuwerk befindet sich sowohl im niedersächsischen als auch im hamburgischen Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer. Seit dem 01.01.1989 regelt ein Abkommen zwischen beiden Städten den Rettungsdienst im Neuwerker Watt. Um in Notsituationen schnellstmöglich helfen zu können, aber auch da eine Trennung beider Hoheitsgebiete im Watt und Wasser nicht deutlich markiert werden kann, übernimmt die Stadt Cuxhaven die rettungsdienstlichen Tätigkeiten für das gesamte Gebiet zwischen dem Festland und der Insel Neuwerk.

Dieses Abkommen sah bisher keinerlei Kostenersatz durch die Freie und Hansestadt Hamburg vor, d.h. weder für den Erwerb, die Unterhaltung, die Bereithaltung und den Einsatz der Rettungsgeräte noch für die Aus- und Fortbildung, die Bereithaltung und den Einsatz des Rettungspersonals.

Die Verhandlungen über eine Kostenbeteiligung begannen im Jahr 2015. Grundlage dafür waren die jährlichen Gesamtaufwendungen im Jahr 2014 für die Wattrettung, die von der Berufsfeuerwehr und der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (NC GmbH) durchgeführt wird, sowie der prozentuale Anteil des Wattengebiets von Hamburg und Niedersachsen bezogen auf den Weg vom Festland und der Insel Neuwerk. Die Gesamtaufwendungen beliefen sich im Jahr 2014 auf rund 550.000 € (Anteil Berufsfeuerwehr 1/5 mit rund 110.000 €, Anteil NC GmbH 4/5 mit rund 440.000 €). Mit dem Abschluss des Abkommens werden 2016 erstmalig zusätzliche Einnahmen in Höhe von 188.000 € generiert.

Fotos: Stadt Cuxhaven

Pressekontakt:
Stadt Cuxhaven
Dörthe Hempel-Seebeck
Tel.: 04721 70 05 84
eMail: doerthe.hempel-seebeck@uxhaven.de